Mit Nadel und Faden in eine besssere Zukunft

Hamburg, 30.06.2021. Im Flüchtlingscamp Hussain Kehl starten 35 Frauen mit Behinderung eine Schneiderlehre. Möglich wird das neue Projekt durch die Deutsche Lepra- und Tuberkulose Stiftung (DAHW).

Menschen mit Behinderungen haben es in Afghanistan schwer. Oftmals werden sie ausgegrenzt, von ihren Familien zum Schutz vor Gewalt versteckt oder leben sehr isoliert am Rande der Gesellschaft. Dabei ist die Anzahl der von einer körperlichen und seelischen Behinderung betroffenen Menschen in Afghanistan aufgrund der vielen Jahre Krieg weltweit mit am höchsten. Besonders schwierig ist die Situation betroffener Frauen in den Flüchtlingscamps für Binnenvertriebene. So sind wir besonders glücklich, im Camp Hussain Kehl in der Provinz Kabul insgesamt 35 Frauen mit verschiedenen Behinderungen eine Schneiderausbildung ermöglichen zu können.

Seit dem 1. Juni 2021 erhalten sie dank eines Pilotprojektes mit der Deutschen Lepra- und Tuberkulose Stiftung (DAHW) acht Monate lang Unterricht im Schneidern, Lesen und Schreiben. Bereits im Februar werden sie, ausgestattet mit ihrer eigenen, angepassten Nähmaschine, ihr eigenes kleines Schneidereigewerbe starten können. Für jede einzelne Frau und Mutter unter ihnen ist das ein großer Schritt hin zu mehr Einkommen und sozialer Anerkennung.