Zum heiligen Opferfest konnten wir in der Katastrophenregion Baghlan 3.500 Menschen mit Mahlzeiten versorgen. Die Lebensmittel-Pakete enthielten das traditionelle Lammfleisch für eine Festmahlzeit, so wie es in Afghanistan zu Eid Al-Adha Tradition ist.
Baghlan, 7. Juni 2025. Am 6. Juni begann in Afghanistan das heilige islamische Opferfest Eid Al-Adha. Es zählt zu den höchsten islamischen Festen im Jahr. Kinder erhalten zum Fest neue Kleidung und neben den religiösen Ritualen ist das gemeinsame Essen ein wichtiger Höhepunkt.
Traditionell wird zum Opferfest nicht nur das Brot in der eigenen Großfamilie geteilt, sondern auch eine Mahlzeit mit den Ärmsten. Dies war vielen unserer Unterstützer:innen ein wichtiges Anliegen. Dank ihrer Spenden konnten wir am ersten Tag des Opferfestes in der Flutregion Baghlan Mahlzeiten an 500 obdachlose Familien und 3.500 Menschen verteilen.
Die Familien leben im Flutgebiet Shekh Jalal und Laqayan und wurden bei einer unserer letzten Zelt-zu-Zeltbesuche als die vulnerabelsten der Region identifiziert. „Die Situation der Menschen hier ist vergessen von der Welt“, sagt Homa Abass, Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins , die vor wenigen Tagen noch vor Ort war. „Hier sind kaum Hilfsakteure zu treffen, nur minimale Hilfe erreicht die Menschen. Es fehlt an allem.“
Die Hälfte der registrierten 500 Familien haben keine männlichen Ernährer mehr und werden von alleinstehenden Frauen mit Kindern geführt. Für sie bedeutete die Unterstützung zum Opferfest unendlich viel und nicht zuletzt Zuversicht.
Der Afghanische Frauenverein bleibt vor Ort und versucht bestmöglich weiterzuhelfen, mit regelmäßigen Hilfsgüterverteilungen und nun auch nachhaltig durch die Installation eines solarbetriebenen Wassersystems, das zwei unterversorgte Dörfer ab Herbst dauerhaft Trinkwasser bringt. Denn nur wo sauberes Wasser verfügbar ist, kann Leben gedeihen. Für jede Hilfe dabei sind wir dankbar!


