Jahresbericht 2024: 92,6 Prozent Ihrer Spende wirken direkt in Afghanistan

Im vergangenen Jahr erreichte der Afghanische Frauenverein gemeinsam mit allen Spenderinnen und Spendern über 245.000 Menschen in Afghanistan mit Hilfe. Wie diese gelingen kann, was sie kostet und vor allem, was genau sie bewirkt, zeigt der neue Jahresbericht.

Hamburg/Kabul 28. November 2025. Mit 22 Hilfsprojekten in fünf Provinzen konnte der Afghanische Frauenverein im vergangenen Jahr insgesamt 246,196 Menschen im ländlichen Afghanistan mit lebenswichtiger Hilfe erreichen – 80 Prozent der Erreichten sind Mädchen und Frauen.

22 Projekte retten und verändern Leben

Mehr als 206.000 Kinder und Schwangere wurden in den inzwischen acht vereinsbetriebenen Mutter-Kind-Kliniken medizinisch behandelt. 4.984 Kinder erhielten in den fünf Schulen des Afghanischen Frauenvereins Bildung; über 3.000 dieser Kinder sind Mädchen, die weiter in den Klassen eins bis sechs unterrichtet werden. 30.300 obdachlose oder vertriebene Menschen im Erdbebengebiet von Herat, im Flutgebiet von Baghlan und an der Torkham-Grenze zu Pakistan konnten mit Überlebens- und Winterhilfe erreicht werden. Über 227 Familienpatenschaften gaben 1.589 Menschen Monat für Monat Starthilfe in eine bessere Zukunft und in vielen weiteren Kleinprojekten erhielten zusätzlich 3.323 Menschen lebensrettende Hilfe.

Jahresbericht 2024 Afghanischer Frauenverein e.V. - Innenansicht

Arbeiten unter schwierigen Bedingungen

„Wir sind froh und erleichtert, dass wir trotz der wirklich schwierigen Bedingungen vor Ort auf diese besondere Weise weiterarbeiten können“, sagt Homa Abass, Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins, die erst vor Kurzem aus Afghanistan zurück gekommen ist. „In den vergangenen Wochen waren wir in allen Projekten des Afghanischen Frauenvereins. Wir waren im Erdbebengebiet in Kunar und haben mit unendlich vielen Frauen dort gesprochen – über ihre Verluste, ihre Bedarfe und Ängste. Wir haben Vertriebene aus dem Iran und Pakistan besucht und natürlich unsere Schüler:innen und Patient:innen in allen Schulen und Kliniken des Vereins. Jede dieser Begegnungen und die mit uns geteilte Dankbarkeit berühren uns tief. Sie gilt nicht uns, sie gilt allen Spenderinnen und Spendern, denen wir im Namen aller Erreichten danken!“

Es sind die Dorfgemeinschaften, die die Projekte tragen und schützen

„Viele fragen uns, wie es gelingt, dass wir trotz der schwierigen Zeiten in Afghanistan für Mädchen und Frauen weiterarbeiten können“, sagt Christina Ihle, Geschäftsführerin des Afghanischen Frauenvereins. „Dies gelingt nur durch die Unterstützung der Dorfgemeinschaften und ihrer Ältestenräte, die unsere Projekte unterstützen und schützen. Und dann ist die wichtigste Zutat, der unbeugsame Mut unserer inzwischen über 340 lokalen Kolleginnen und Kollegen. Sie sind unsere Vorbilder und unser Ansporn.“

So wenig Verwaltungskosten wie kaum eine andere Organisation

Auch in diesem Jahr konnte der Afghanische Frauenverein seine Hilfe erneut besonders effizient und sparsam umsetzen: 92,6 Prozent jeder Spende flossen direkt in die Hilfsprojekte in Afghanistan. 2,3 Prozent dienten der Informationsarbeit und Spendenkommunikation, 5,1 Prozent ermöglichten die Spenden- und Finanzbuchhaltung, das Rechnungswesen, externe Finanzprüfungen in Afghanistan und Deutschland und die Sicherstellung der Qualität und Transparenz der geleisteten Hilfe. Das DZI-Spendensiegel zeichnet den Afghanischen Frauenverein deshalb auch 2025 als besonders effizient aus.

 

Hilfe, die wirklich ankommt

Wir sind froh, dass wir unseren Unterstützenden aus vollstem Herzen versichern können, dass ihre Hilfe in Afghanistan wirklich ankommt und wir jeden vor Ort eingesetzten Cent selbst verwalten und belegen können. So viele Menschen, Staaten und Hilfsakteure wenden sich von Afghanistan ab. So sind wir umso dankbarer für alle, die beherzt an der Seite von Mädchen und Frauen in Afghanistan bleiben und ganz einfach weiterhelfen.

Unser Einsatz in Afghanistan geht weiter – Danke für Ihre Unterstützung!

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