Am 31. August 2025 kurz vor Mitternacht richtete ein Erdbeben der Stärke 6,0 im Osten Afghanistans verheerende Zerstörungen an: Über 1.400 Tote und 3.600 Verletzte konnten bisher geborgen werden, stündlich werden es mehr. Viele Dörfer sind noch komplett verschüttet, manche bis auf das letzte Haus zerstört. Erdrutsche erschweren den Zugang und das Bergen der Opfer. Der Afghanische Frauenvereins ist vor Ort. Jede Hilfe, jede Spende rettet jetzt Leben.
Jalalabad, 1. September 2025. „Das Erdbeben ereignete sich gestern mitten in der Nacht. Viele Familien wurden in ihren Häusern überrascht und sind noch verschüttet“, berichtet Abdul Jabar Yosufi, Länderdirektor des Afghanischen Frauenvereins aus dem Katastrophengebiet. „Das Epizentrum des Erdbebens lag in Basawal, 27 Kilometer außerhalb der Stadt Jalalabad und hat mit seiner Wucht und einer Tiefe von zehn Kilometern ganze Dörfer zerstört. Besonders schwer betroffen ist die sehr abgelegene, arme Region Kunar. Aber auch die Provinzen Nangarhar, Laghman und Nuristan haben Opfer zu beklagen.
Viele Dörfer noch komplett verschüttet
„Aktuell steigt die Zahl der Toten und Verletzten stündlich“, so Yosufi, „Bis jetzt konnten 3.600 Verletzte und 1.400 Tote geborgen werden. Doch viele Dörfer sind noch komplett verschüttet und Erdrutsche erschweren den Zugang.“ Auch fehle es an großem Gerät, um schnell zu den Verschütteten zu gelangen. „Helferteams vor Ort versuchen bestmöglich und mit allem, was verfügbar ist, Leben zu retten und Menschen aus den Trümmern zu befreien. 35 Ambulanzwagen und drei Helikopter der Regierung sind seit dem Morgengrauen im Einsatz, um Verletzte in die nächstgelegenen Krankenhäuser zu bringen. Hilfsorganisationen vor Ort koordinieren sich bestmöglich und weitere Bergungsteams und mobile medizinische Teams sind auf dem Weg. Parallel dazu werden im Katastrophengebiet jetzt Trinkwasser, Zelte, Decken und Nahrung dringend benötigt.“
Jede Hilfe rettet jetzt Leben
Um schnellstmöglich, möglichst viele Menschen im Katastrophengebiet erreichen zu können, sind wir dringend auf Spenden und Unterstützung angewiesen. Das Wasser- und Nothilfeteam des Afghanischen Frauenvereins betreut in Jalalabad normalerweise ein großes Wasserprojekt, ist nun in Kunar und koordiniert die nächsten Schritte der Hilfe. Jeder Beitrag kommt an und bewirkt für die betroffenen Familien wirklich Großes. Wir bedanken uns für jede Solidarität!
Die Erstversorgung einer Familie mit dem Überlebenswichtigsten kostet etwa 120 Euro.

