Afghanischer Frauenverein e.V.
Afghanische Frauen und Kinder
brauchen Ihre Hilfe!

Nothilfeprojekte

Projektbereich: Nothilfe
Provinzen: Kunduz, Kabul, Laghman, Nengarhar, Ghazni, Baghlan, Badachschan und Peschawar, Pakistan
Projektbeginn: 1992
Nothilfeprojekte 2017: 2
Kosten 2017: ca. 60.000 €

Nach extremen Kälte-, Regen- und Dürreperioden, Erdrutschen, Erdbeben oder Flüchtlingswellen in Kriegszeiten leistet der AFV schnell und unbürokratisch Hilfe: Unsere lokalen Mitarbeiter ermessen den Bedarf, kaufen möglichst vor Ort Güter wie Medikamente, Lebensmittel, Zelte, Heizöfen, Kleidung, Schuhe, Decken sowie Seife und verteilen sie an die Bedürftigen.

Schon seit der Gründung des Vereins werden Menschen in akuten Notsituationen auf diese Weise von uns unterstützt.

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Aktuelle Nothilfeprojekte in Afghanistan

Winternothilfe für gut 4.300 Personen im Flüchtlingslager von Hussain Khel bei Kabul – Lebensumstände verbessert

Ohne Heimat, ohne Wärme, ohne Nahrungsmittel – die Situation vieler aus Pakistan zurück nach Afghanistan geflüchteter Familien während des Winters 2017/2018 war lebensbedrohlich. Im Lager Hussain Khel, im Bagrami-Distrikt innerhalb des Provinz Kabul sind die Lebensumstände besonders hart.
Die eine Hälfte der Familien lebt in Notbehelfen, die andere in Lehmhütten. Der Alltag ist geprägt von der Sorge um Nahrungsmittel, Wärme, Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Alltagsgegenständen, Arbeit und Erziehung.

Dank der Unterstützung unseres Projektpartners Malteser International konnten wir im Februar 2018 mit einem von der Gerda-Henkel-Stiftung geförderten Projekt dort die Not von 620 hilfsbedürftigen Familien lindern. Mit der Verteilung von Lebensmitteln und Sachspenden an die Familien, die im Schnitt aus sieben Personen bestehen, ist es uns gemeinsam gelungen, das Überleben dieser Menschen zu sichern.
Es wurden vor Ort von lokalen Händlern Güter eingekauft. Jede der 620 Familien erhielt eine Decke, eine Gasflasche, 50 kg Mehl, zehn Liter Öl zum Kochen, 18 kg Zucker, zwei kg Tee sowie einen Eimer. Verteilt wurden die Gegenstände an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, dem 21. und 22. Februar 2018.

Die Menschen waren sehr dankbar für die geleistete Hilfe und hoffen, dass man sie auch in Zukunft nicht vergisst, denn sie benötigen neben medizinischer Einrichtungen vor allem Bildungsmöglichkeiten für ihre Kinder.


Nothilfeaktion für etwa 460 Personen in der Provinz Ghazni im Winter 2017/2018

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Partner terre des hommes

Bei einem Winternothilfeprojekt in der Ortschaft Kharabaqi (15 km südlich von der Provinzhauptstadt Ghazni gelegen) konnten wir in Zusammenarbeit mit terre des hommes 50 Flüchtlingsfamilien (etwa 350 Personen) unterstützen, die zum Teil innerhalb Afghanistans geflohen oder aus Pakistan und dem Iran zurückgekehrt waren, nachdem sie von dort vertrieben worden waren.

Im Spätherbst 2017 waren die Dorfältesten von Kharabaqi an unseren verantwortlichen Projektmanager vor Ort herangetreten und hatten ihm von der schlechten Lage im Dorf und der Hilfsbedürftigkeit der Flüchtlinge berichtet. Sie erzählten von 50 Familien, die in zumeist provisorischen Unterkünften vorübergehend Zuflucht gefunden hatten und gezwungen waren, dort den Winter über bei Minusgraden auszuharren.

Dank der Förderung durch unseren Projektpartner terre des hommes ist es uns gelungen diese bedürftigen Familien mit wichtigen Hilfsgütern für zwei Monate zu versorgen, um ihre Not über den Winter zu lindern und insbesondere die Kinder vor Mangel- und Unterernährung zu schützen. So erhielt jede Familie wichtige Lebensmittel wie Mehl (50 kg), Zucker (14 kg), Speiseöl (10 l) und Tee (3 kg) sowie zwei Decken und einen Gaszylinder.

Mit den restlichen Projektgeldern konnten darüber hinaus 16 bedürftige Flüchtlingsfamilien (etwa 110 Personen) in der Altstadt von Ghazni unterstützt werden, wo sich ebenfalls viele arme, mittellose rückkehrende Flüchtlinge aus dem Iran und Pakistan niedergelassen haben. Jeder Familie konnten wir mit 50 kg Mehl, 14 kg Zucker, 10 l Speiseöl, 2 kg Tee, 25 kg Reis und 14 kg Bohnen für zwei Monate über den Winter helfen, um auch sie vor Unter- und Mangelernährung zu schützen. Ihre Situation konnte somit deutlich verbessert und ihr Überleben gesichert werden.

Insgesamt wurden folgende Waren verteilt:

  • Mehl: 3300 kg
  • Zucker: 924 kg
  • Speiseöl: 660 l
  • Tee: 182 kg
  • Reis: 400 kg
  • Bohnen: 224 kg
  • Decken: 650 Stück
  • Gaszylinder: 50 Stück à 10 l

Die Reaktionen der Familien waren voll Dankbarkeit für die Hilfe, die ihnen entgegengebracht wurde. Wir bedanken uns bei terre des hommes für die finanzielle Unterstützung und die gute Zusammenarbeit und bei unseren Mitarbeitern vor Ort für die engagierte Umsetzung.


Nothilfeaktion für 275 Familien (etwa 2000 Menschen) im Flüchtlingscamp Ali Lala im Dezember 2017 erfolgreich durchgeführt

Im Flüchtlingscamp Ali Lala hat es im Dezember 2017 einen neuen Flüchtlingszustrom gegeben. Kriegerische Ausein-andersetzungen zwischen den Taliban und Regierungskräften in verschiedenen Provinzen haben die Sicherheitslage so verschlechtert, dass die Menschen Ihre Heimat verlassen mussten. Viele Familien machten sich auf den Weg, um für sich und ihre Familien einen sicheren Ort zu finden. Das Flüchtlingscamp Ali Lala bietet ihnen eine vorübergehende Unterkunft.

Dieses Camp liegt 2 km nordöstlich von der Stadt Ghazni, Afghanistan entfernt. Die Not ist groß. Die Familien leben in Zelten und sonstigen provisorischen Behausungen. Das Leben ist mit bitterer Kälte und wenig Nahrungsmitteln extrem hart.

Dorfälteste aus der Provinz Helmand (Distrikte Sangin, Musa Qala und Nadali) sowie der Provinz Urusgan (Distrikte Dihrawud und Gizab) berichten von Gefechten zwischen den Taliban und Regierungstruppen, die auch die Zivilisten in Mitleidenschaft ziehen. Sie reden über zerstörte Häuser in den Distrikten, Armut und fehlende Arbeitsmöglichkeiten.

Viele Familien waren tagelang unterwegs, erst mit dem Bus und danach zum Teil bis zu zehn Stunden zu Fuß mit dem Wenigen, was man auf der Flucht mitnehmen kann.

Unserem Spendenaufruf im November 2017 sind zahlreiche SpenderInnen gefolgt, sodass wir ein Nothilfeprojekt in Höhe von 25.000 € durchführen konnten. Mit Ihrer großzügigen Unterstützung ist es uns gelungen, am 28.12.2017 das Projekt umzusetzen und 275 Familien (etwa 2000 Menschen) im Flüchtlingscamp Ali Lala mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen.

Jede Familie erhielt 2 Decken, 50 kg Mehl, 25 kg Reis, 5 Liter Speiseöl. Der Wert der Waren für eine Familie betrug 7.100 Afghani, das sind ca. 87 EUR (1 € = 81,95 Afghani). Die Lebensmittel reichen für ca. 2 Monate.

Mit großer Dankbarkeit nahmen die Menschen diese Hilfsgüter an.

Insgesamt wurden folgende Waren verteilt:

  • Decken: 550 Stück
  • Mehl: 13.750 kg
  • Reis: 6.875 kg
  • Speiseöl: 1.375 Liter

Den Afghanischen Frauenverein erreichten Briefe von den Dorfältesten im Flüchtlingscamp, die sich im Namen aller für die noch rechtzeitig eingetroffene Hilfe herzlich bedankt haben. Die Menschen sind voller Dankbarkeit, dass ihre Not in dieser schwierigen Jahreszeit gelindert wurde. Sie wünschen den UnterstützerInnen viel Glück und schließen sie in ihre Gebete ein.

Auch wir bedanken uns ganz herzlich bei allen SpenderInnen für die geleistete Unterstützung. Unsere Mitarbeiter vor Ort haben großartige Arbeit geleistet. Auch ihnen gilt der Dank.

Taschakur. Danke sehr.


Winternothilfe für über 2.840 rückkehrende Flüchtlinge (400 Familien) aus Pakistan in der Provinz Laghman und in der Stadt Jalalabad, Afghanistan

Der Afghanische Frauenverein e. V. hat mit der finanziellen Unterstützung von Malteser International und Aktion Deutschland hilft im April 2017 eine Winternothilfeaktion für über 2.600 Menschen in der Provinz Laghman und für über 240 Menschen in der Stadt Jalalabad (Provinz Nengarhar, Afghanistan) durchgeführt. Dabei handelt es sich um aus Pakistan zurückgekehrte Familien, die vor Jahren aus Afghanistan geflüchtet sind.

Aufgrund der pakistanischen Flüchtlingspolitik müssen Hunderttausende afghanischer Flüchtlinge seit dem letzten Jahr in ihr Heimatland zurückkehren. Die Willkür der Regierung zwingt die in Pakistan lebenden Flüchtlinge derzeit dazu, den unsicheren Weg nach Afghanistan zurückzugehen. Sie stehen vor dem Nichts und bekommen kaum Unterstützung.

Die Menschen befanden sich in einer extremen Notsituation. Hunger und Kälte bedrohten ihr Leben, und sie brauchten dringend Hilfe. Gerade am Ende des Winters sind alle Ressourcen aufgebraucht und keine Möglichkeiten vorhanden, den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Hintergrund und Bedarf:

Die Provinz Laghman im Südosten Afghanistans umfasst sechs Distrikte. Dort gibt es viele geflüchtete Familien, die in verschiedenen Gebieten leben, manchmal in dicht bevölkerten, großen provisorischen Lagern.

Etwa 6 km von Sorkhakaan im Distrikt Qarghayi in dem Gebiet Warakali/Spina Tana leben etwa 2.600 Menschen seit acht Monaten in einem riesigen Lager am Fuße des Berges. Die meisten Familien sind aus verschiedenen Gebieten in Pakistan einschließlich den Flüchlingscamps Munda Pul, Kachawri, Bunir, Shamschatu und Naguman und der Stadt Rawalpindi zurückgekehrt und leben unter extrem schlechten Bedingungen innerhalb von Grenzwänden aus Zementblöcken. Die meisten von ihnen haben Zelte auf den offenen Feldern aufgebaut. Um zu überleben, versuchen die Flüchtlinge als Tagelöhner zu arbeiten.

Außerdem haben wir Hilfsgüter an etwa 240 Menschen in der Stadt Jalalabad in der Pronvinz Nengarhar verteilt.

Die Waren wurden in der Stadt Jalalabad, das 25 km südlich des Flüchtlingslagers liegt eingekauft und mit LKWs zu den Hilfsbedürftigen ins Camp transportiert.

Jede Familie in den Lagern der Provinzen Laghman und Nengarhar erhielt 50 kg Mehl, 10 Liter Öl, 14 kg Zucker, 2 kg Tee, 2 große Wolldecken und 2 Gaszylinder à 5 Liter.

Insgesamt wurden somit verteilt:

  • Mehl: 20.000 kg
  • Zucker: 5.600 kg
  • Tee: 800 kg
  • Öl: 4.000 Liter
  • Decken: 800 Stück
  • Gaszylinder à 5 l: 800 Stück

Wir danken Malteser International und Aktion Deutschland hilft  für ihre großzügige Unterstützung. Die Familien haben sich sehr über die Hilfsmaßnahme gefreut und sind überaus dankbar. Auch danken wir der Hilfsorganisation Union Aid für Ihre freundliche Kooperation.

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Winternothilfe 2017 in Ghazni, Afghanistan angekommen

Die Menschen im Flüchtlingscamp Ali Lala, das 2 km von der Stadt Ghazni, Afghanistan entfernt liegt, sowie weitere afghanische Flüchtlingsfamilien aus Pakistan, die sich in der Stadt Ghazni niedergelassen haben, bekamen vom Afghanischen Frauenverein e. V. Lebensmittel und Decken. Mit großer Dankbarkeit erhielten diese die Hilfsgüter.

Mit dem Geld, das nach unserem Spendenaufruf  auf unser Konto eingegangen ist, konnten wir die Nothilfeaktion in Höhe von  10.208,00 EUR durchführen. Ihre großzügige Unterstützung trug dazu bei, dass wir für insgesamt 630 Personen in 90 Familien im Ali Lala Flüchtlingscamp (60 Familen) und in der Stadt Ghazni (30 Familien) Hilfe leisten konnten. Jede Familie erhielt 50 kg Mehl, 25 kg Reis, 5 Liter Speiseöl, 1 kg Tee, 7 kg Zucker, 7 kg Bohnen und eine große Wolldecke für zwei Personen. Der Wert der Waren für eine Familie betrug ca. 100,00 EUR für zwei Monate.

Insgesamt wurden folgende Hilfsgüter verteilt:

  • Mehl: 4.500 kg
  • Reis: 2.250 kg
  • Speiseöl: 450 kg
  • Tee: 90 kg
  • Zucker: 630 kg
  • Bohnen: 630 kg
  • Große Wolldecke für 2 Personen: 90 Stück

Seit vielen Jahren leben die Menschen im Camp Ali Lala in Zelten und leiden gerade im Winter unter den harten Bedingungen. Die Menschen sind aus den Provinzen Helman Nuristan Zebul und Nuristan Urusgan Nimruz dorthin geflüchtet. Die Lage der Binnenflüchtlinge in Afghanistan hat sich deutlich verschlechtert. Seit 2016 kommen weitere afghanische Flüchtlinge aus Pakistan und sind ebenfalls dringend auf Hilfe angewiesen. Während der Verteilung der Hilfsgüter kamen Hilferufe von neu ankommenden Familien aus Pakistan, die nach Ghazni gekommen sind und Zuflucht bei Verwandten suchten oder in Baracken leben. Die Verwandten haben selbst zu wenig und viele können nicht länger bei ihnen bleiben, darum kam unsere Hilfe rechtzeitig und die Dankbarkeit ist groß.

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Nothilfefonds für Mitarbeiter

Für unsere MitarbeiterInnen haben wir außerdem einen Notfallfonds eingerichtet, da Notsituationen oft plötzlich kommen und wichtige medizinische Versorgung sofort erfolgen muss. Bei Unfällen oder schwerwiegenden Erkrankungen gewährleistet dieser Notfallfonds Operationen und eine entsprechende Behandlung bzw. Prothesen nach Minenverletzungen. In den letzten Jahren haben wir beispielsweise eine Krebsbehandlung, eine Operation und die privaten Folgen eines Raketenangriffs bezahlt.

Finanziert wird der Fonds u. a. aus dem Verkauf von Geburtstagskalendern und unserem Stoffbeutel zum 25jährigem Jubiläum.

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