Afghanischer Frauenverein e.V.
Afghanische Frauen und Kinder
brauchen Ihre Hilfe!

Nothilfefond

Projektbereich: Nothilfe
Provinzen: Kunduz, Kabul, Laghman, Nengarhar, Ghazni, Baghlan, Badachschan und Peschawar, Pakistan
Projektbeginn: 1992
Notilfeprojekte 2017: 2
Kosten 2017: ca. 60.000 €

Nach extremen Kälte-, Regen- und Dürreperioden, Erdrutsche, Erdbeben oder Flüchtlingswellen in Kriegszeiten leistet der AFV schnell und unbürokratisch Hilfe: Unsere lokalen Mitarbeiter ermessen den Bedarf, kaufen möglichst vor Ort Güter wie Lebensmittel, Zelte, Heizöfen, Kleidung, Schuhe, Decken sowie Seife und verteilen sie an die Bedürftigen.

Schon seit der Gründung des Vereins werden Menschen in Not mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt z. B. durch Medikamente, Lebensmittel, Decken, usw.

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Aktuelles Beispiele Nothilfeprojekte 2017 in Afghanistan:

Winternothilfe für über 2.840 rückkehrende Flüchtlinge (400 Familien) aus Pakistan in der Provinz Laghman und in der Stadt Jalalabad, Afghanistan

Der Afghanische Frauenverein e. V. hat mit der finanziellen Unterstützung von Malteser International und Aktion Deutschland hilft im April 2017 eine Winternothilfeaktion für über 2.600 Menschen in der Provinz Laghman über 240 Menschen in Stadt Jalalabad, in der Provinz Nengarhar Afghanistan, durchgeführt. Dabei handelt es sich um aus Pakistan zurückgekehrte Familien, die vor Jahren aus Afghanistan geflüchtet sind.

Aufgrund der pakistanischen Flüchtlingspolitik müssen Hunderttausende afghanischer Flüchtlinge seit dem letzten Jahr in ihr Heimatland zurückkehren. Die Willkür der Regierung zwingt die in Pakistan lebenden Flüchtlinge derzeit dazu, den unsicheren Weg nach Afghanistan zurückzugehen. Sie stehen vor dem Nichts und bekommen kaum Unterstützung.

Die Unterstützung der Menschen war dringend notwendig, da sie sich in einer extremen Notsituation befanden. Hunger und Kälte haben ihr Leben bedroht und sie haben sonst keine Unterstützung erhalten. Gerade am Ende des Winters sind alle Ressourcen aufgebraucht und es sind keine Möglichkeiten vorhanden, den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Hintergrund und Bedarf:

Die Provinz Laghman liegt im Südosten Afghanistans mit sechs Distrikten. In Laghman gibt es viele geflüchtete Familien, die in verschiedenen Gebieten dieser Provinz leben, manchmal in dicht bevölkerten, großen provisorischen Lagern.

Etwa 6 km von Sorkhakaan in dem Distrikt Qarghayi in dem Gebiet Warakali/Spina Tana leben etwa 2.600 Menschen seit acht Monaten in einem riesigen Lager am Fuße des Berges. Die meisten Familien sind aus verschiedenen Gebieten in Pakistan einschließlich den Flüchlingscamps Munda Pul, Kachawri, Bunir, Shamschatu und Naguman und der Stadt Rawalpindi zurückgekehrt und leben unter extrem schlechten Bedingungen innerhalb von Grenzwänden aus Zementblöcken. Die meisten von ihnen haben Zelte auf den offenen Feldern aufgebaut. Um zu überleben, versuchen die Flüchtlinge als Tagelöhner zu arbeiten.

Außerdem haben wir Hilfsgüter an etwa 240 Menschen in der Stadt Jalalabad in der Pronvinz Nengarhar verteilt.

Die Waren wurden in der Stadt Jalalabad, das 25 km südlich des Flüchtlingslagers liegt eingekauft und mit LKWs zu den Hilfsbedürftigen ins Camp transportiert.

Jede Familie in den Lagern der Provinzen Laghman und Nengarhar erhielten 50 kg Mehl, 10 Liter Öl, 14 kg Zucker, 2 kg Tee, 2 große Wolldecken und 2 Gaszylinder à 5 Liter.

Insgesamt wurden somit verteilt:

  • Mehl: 20.000 kg
  • Zucker: 5.600 kg
  • Tee: 800 kg
  • Öl: 4.000 Liter
  • Decken: 800 Stück
  • Gaszylinder à 5 l: 800 Stück

Wir danken Malteser International und Aktion Deutschland hilft sehr für ihre großzügige Unterstützung. Die Familien haben sich sehr über die Hilfsmaßnahme gefreut und sind sehr dankbar. Auch danken wir der Hilfsorganisation Union Aid für Ihre freundliche Kooperation.

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Winternothilfe 2017 in Ghazni, Afghanistan angekommen

Die im Flüchtlingscamp Ali Lala, das 2 km von der Stadt Ghazni, Afghanistan entfernt liegt, lebenden Menschen sowie weitere afghanische Flüchtlingsfamilien aus Pakistan, die sich in der Stadt Ghazni niedergelassen haben, bekamen vom Afghanischen Frauenverein e. V. Lebensmittel und Decken. Mit großer Dankbarkeit erhielten diese die Hilfsgüter.

Durch unseren Spendenaufruf konnten wir die Nothilfeaktion in finanzieller Höhe von 10.208,00 EUR durchführen. Ihre großzügige Unterstützung trug dazu bei, dass wir für insgesamt 630 Personen in 90 Familien im Ali Lala Flüchtlingscamp (60 Familen) und in der Stadt Ghazni (30 Familien) Hilfe leisten konnten. Jede Familie erhielt 50 kg Mehl, 25 kg Reis, 5 Liter Speiseöl, 1 kg Tee, 7 kg Zucker, 7 kg Bohnen und eine große Wolldecke für zwei Personen. Der Wert der Waren für eine Familie betrug ca. 100,00 EUR für zwei Monate.

Insgesamt wurden folgende Hilfsgüter verteilt:

  • Mehl: 4.500 kg
  • Reis: 2.250 kg
  • Speiseöl: 450 kg
  • Tee: 90 kg
  • Zucker: 630 kg
  • Bohnen: 630 kg
  • Große Wolldecke für 2 Personen: 90 Stück

Seit vielen Jahren leben die Menschen im Camp Ali Lala in Zelten und leiden gerade im Winter unter den harten Bedingungen. Die Menschen sind aus den Provinzen Helman Nuristan Zebul und Nuristan Urusgan Nimruz dorthin geflüchtet. Die Lage der Binnenflüchtlinge in Afghanistan hat sich deutlich verschlechtert. Seit 2016 kommen weitere afghanische Flüchtlinge aus Pakistan und sind ebenfalls dringend auf Hilfe angewiesen. Während der Verteilung der Hilfsgüter kamen Hilferufe von neu ankommenden Familien aus Pakistan, die nach Ghazni gekommen sind und Zuflucht bei Verwandten suchten oder in Baracken leben. Die Verwandten haben selbst zu wenig und viele können nicht länger bei denen bleiben, darum kam unsere Hilfe rechtzeitig und die Dankbarkeit ist groß.

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Nothilfefond für Mitarbeiter

Für unsere Mitarbeiter haben wir außerdem einen Notfallfond eingerichtet, da Notsituationen oft plötzlich kommen und wichtige medizinische Versorgung sofort erfolgen muss. Bei Unfällen oder schwerwiegenden medizinischen Erkrankungen gewährleistet dieser Notfallfond Operationen und eine entsprechende Behandlung bzw. Prothesen nach Minenverletzungen. In den letzten Jahren haben wir beispielsweise eine Krebsbehandlung, eine Operation und die privaten Folgen eines Raketenangriffs finanziert.

Finanziert wird der Fonds u. a. aus dem Verkauf von Geburtstagskalendern und unserem Stoffbeutel zum 25jährigem Jubiläum.

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